Strike: Günstig Bitcoin kaufen mit dem iPhone

Strike kauft Bitcoin mit transparenten Gebühren ab 0,99 Prozent – günstiger als Coinbase oder Bitpanda. So funktioniert die App auf dem iPhone und für wen sie sich lohnt.

13. April 2026 · 6 Min.
Strike: Günstig Bitcoin kaufen mit dem iPhone

Wer Bitcoin über Coinbase, Bitpanda oder Kraken kauft, zahlt fast immer einen versteckten Aufschlag – den sogenannten Spread. Strike macht das transparenter: Die App zeigt eine feste Gebühr pro Kauf, gestaffelt nach Volumen. Kein versteckter Spread, keine Überraschungen. Was das konkret bedeutet, wie die App auf dem iPhone funktioniert und wie Strike im Vergleich mit Relai und Pocket Bitcoin abschneidet.

Was ist Strike?

Strike ist eine Bitcoin-App des amerikanischen Entwicklers Jack Mallers. Das Unternehmen dahinter heißt Zap Solutions, Inc. Mallers ist eine bekannte Figur in der Bitcoin-Welt – er hat Strike mit dem Ziel gebaut, Bitcoin-Transaktionen so günstig und schnell wie möglich zu machen.

Strike nutzt das Lightning Network: ein Zahlungsnetzwerk, das auf der Bitcoin-Blockchain aufbaut und Transaktionen in Sekunden abwickelt – für Bruchteile eines Cents. Strike ist in Deutschland verfügbar und kostenlos im App Store.

STRIKE: BUY & HOLD BITCOIN
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Bitcoin kaufen und verkaufen mit minimalen Gebühren

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Für wen: Alle, die regelmäßig Bitcoin kaufen wollen – mit niedrigen Gebühren und Lightning-Unterstützung.

Was Strike kostet: Gebühren im Detail

Strike hat ein gestaffeltes Gebührenmodell. Je höher dein monatliches Handelsvolumen, desto niedriger die Gebühr:

Monatliches VolumenGebühr
Unter 250 $ab 0,99 %
250 – 2.000 $ab 0,95 %
2.000 – 5.000 $ab 0,89 %
5.000 – 50.000 $ab 0,79 %
Über 50.000 $ab 0,69 %

Die exakten Prozentsätze passt Strike gelegentlich an. Aktuelle Werte zeigt die App vor jedem Kauf und die offizielle Seite strike.me/pricing. Entscheidend ist das Prinzip: Du siehst die Gebühr vor dem Kauf, und sie ist transparent ausgewiesen.

Zum Vergleich: Coinbase und Bitpanda arbeiten mit einem Spread von 1,5 bis 2 Prozent – der im Interface nicht klar ausgewiesen ist. Wer monatlich 200 Euro investiert, zahlt bei Strike rund 2 Euro Gebühren. Bei einer Börse mit 1,5 Prozent Spread wären es 3 Euro. Über ein Jahr summiert sich das.

SEPA-Überweisungen sind kostenlos. Kreditkarten- und Apple-Pay-Käufe kosten 3 Prozent extra – für regelmäßige Käufe lohnt sich daher SEPA.

DCA-Sparplan: Wiederkehrende Käufe ohne Gebühren

Strike bietet einen integrierten Sparplan (DCA – Dollar-Cost Averaging). Du legst einen Betrag und ein Intervall fest: stündlich, täglich, wöchentlich oder monatlich. Es gibt keinen Mindestbetrag.

Das Besondere: Strike erlässt die Handelsgebühren für wiederkehrende Käufe. Bei stündlichen und täglichen Sparplänen entfallen die Gebühren nach der ersten Woche. Bei wöchentlichen und monatlichen Käufen ab dem zweiten Kauf. Danach kaufst du Bitcoin ohne jede Gebühr – ein klarer Vorteil gegenüber anderen Plattformen.

Wer sich für DCA interessiert und eine Alternative mit Selbstverwahrung sucht, findet im Artikel Bitcoin Sparplan mit dem iPhone einrichten eine Anleitung mit Pocket Bitcoin.

Wie die App funktioniert

Account erstellen. Du lädst Strike aus dem App Store, gibst deine E-Mail-Adresse ein und wählst ein Passwort. Strike ist kostenlos.

Verifizierung. Wie alle regulierten Finanzdienstleister muss Strike deine Identität prüfen (KYC). Das läuft über die App: Ausweis oder Reisepass hochladen, Selfie machen. Die Verifizierung dauert in der Regel wenige Minuten bis maximal einen Tag.

Einzahlen und kaufen. Nach der Verifizierung kannst du per SEPA-Überweisung oder Kreditkarte Geld einzahlen. Dann Bitcoin kaufen – zum aktuellen Marktpreis plus der transparenten Gebühr.

Target Orders. Neben Sofortkäufen bietet Strike auch Limit-Orders. Du setzt einen Zielpreis, einen Betrag und ein Ablaufdatum. Strike reserviert das nötige Guthaben und kauft automatisch, wenn der Preis erreicht wird.

Abheben. Du kannst Bitcoin an externe Wallets senden, sowohl on-chain (klassische Bitcoin-Transaktion) als auch per Lightning Network. On-Chain-Auszahlungen mit der Option Flexible sind kostenlos – Strike übernimmt die Netzwerkgebühren. Für schnellere Zustellung fallen Gebühren an.

Lightning Network – warum das relevant ist

Lightning ist ein zweites Protokoll auf Bitcoin. Transaktionen über Lightning sind sofort und kosten fast nichts. Strike wickelt interne Transfers und viele Auszahlungen über Lightning ab. Das macht die App auch für kleinere Beträge praktisch, bei denen normale Bitcoin-Transaktionsgebühren (On-Chain) unverhältnismäßig hoch wären.

Für den Alltag bedeutet das: Wenn du Bitcoin an jemanden schickst, der auch Strike oder eine andere Lightning-fähige Wallet nutzt, ist die Zahlung in Sekunden durch.

Strike vs. Relai vs. Pocket Bitcoin vs. Coinbase

Wer nur Bitcoin kaufen will, hat auf dem iPhone mehrere spezialisierte Optionen. Die Unterschiede liegen im Detail:

StrikeRelaiPocket BitcoinCoinbase
Gebühren0,99 % (DCA: 0 %)ca. 1 %ca. 1 %1,5–2 % Spread
VerwahrungCustodialNon-CustodialNon-CustodialCustodial
KYCJaJa (Chip-Auslesen)NeinJa
LightningJaNeinNeinNein
VerkaufJaJaNeinJa
AltcoinsNeinNeinNeinJa
SitzUSASchweizSchweizUSA

Strike punktet bei den Gebühren – besonders mit dem gebührenfreien Sparplan – und bei Lightning. Der Nachteil: Deine Bitcoin liegen in Verwahrung bei Strike (custodial). Du hast keine eigenen Private Keys.

Relai und Pocket Bitcoin senden Bitcoin direkt an deine eigene Wallet. Du behältst die Kontrolle. Pocket Bitcoin braucht nicht einmal eine Identitätsprüfung. Dafür bieten beide kein Lightning und keine Verkaufsfunktion innerhalb der App.

Coinbase hat das breiteste Angebot, ist aber am teuersten und verdient am intransparenten Spread.

Einen ausführlichen Vergleich aller Plattformen gibt es im Artikel Bitcoin kaufen mit dem iPhone: Die besten Plattformen.

Sicherheit und Verwahrung

Strike ist ein custodial Service. Das bedeutet: Strike verwahrt deine Bitcoin. Du hast keinen Zugriff auf die Private Keys. Das ist bequem, setzt aber Vertrauen in das Unternehmen voraus.

Strike bietet Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) und verschlüsselte Kommunikation. Das Unternehmen ist in den USA reguliert. Für EU-Nutzer ist relevant: Seit Dezember 2024 gilt die EU-Verordnung MiCA (Markets in Crypto-Assets). Alle Krypto-Dienstleister brauchen bis spätestens Juli 2026 eine entsprechende Lizenz für Nutzer in der EU. Stand April 2026 ist Strike in Deutschland weiterhin verfügbar. Wie Strike nach Ablauf der MiCA-Übergangsfrist im Juli 2026 in der EU operieren wird, hat das Unternehmen öffentlich noch nicht kommuniziert.

Wer auf volle Kontrolle über seine Bitcoin besteht, sollte nach dem Kauf in eine eigene Wallet abheben. Eine Übersicht passender Wallets gibt es im Artikel Bitcoin Wallet fürs iPhone: Muun, Trust Wallet & Co..

Für wen Strike geeignet ist

Strike macht Sinn, wenn du nur Bitcoin kaufst, regelmäßig kleinere Beträge investierst, Wert auf niedrige und transparente Kosten legst und Lightning-Zahlungen nutzen willst. Der gebührenfreie Sparplan ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

Strike macht weniger Sinn, wenn du deine Bitcoin selbst verwahren willst (dann sind Relai oder Pocket Bitcoin besser), wenn du auch Ethereum, Solana oder andere Coins handeln willst, oder wenn dir eine EU-regulierte Plattform wichtig ist.

Häufige Fragen

Ist Strike in Deutschland verfügbar?

Ja. Strike ist für deutsche Nutzer zugänglich, inklusive SEPA-Einzahlungen.

Was kostet Strike?

Die App ist kostenlos. Beim Kauf und Verkauf fällt eine gestaffelte Gebühr ab 0,99 Prozent an – abhängig vom monatlichen Handelsvolumen. Bei wiederkehrenden Käufen (DCA) entfallen die Gebühren nach dem ersten Kauf.

Wie sicher ist Strike?

Strike ist ein reguliertes Unternehmen in den USA mit Zwei-Faktor-Authentifizierung. Bitcoin in der App liegt in Verwahrung bei Strike – du hast keine eigenen Private Keys. Wer auf Self-Custody besteht, sollte nach dem Kauf in eine Hardware-Wallet abheben.

Kann ich Bitcoin an externe Wallets senden?

Ja, sowohl on-chain als auch per Lightning Network. On-Chain-Auszahlungen mit flexibler Zustellung sind kostenlos.

Gibt es einen Mindestbetrag?

Nein. Strike hat keinen Mindestbetrag für Einzelkäufe oder Sparpläne. Es gibt tägliche und monatliche Limits, die nach vollständiger Verifizierung für normale Investitionsbeträge ausreichen.

Was passiert mit Strike unter MiCA?

Die EU-Verordnung MiCA verlangt ab Juli 2026 eine Lizenz für alle Krypto-Dienstleister in der EU. Strike hat sich bisher nicht öffentlich zu einer MiCA-Lizenz geäußert. Stand April 2026 ist die App in Deutschland nutzbar. Wer langfristig plant, sollte die Entwicklung im Blick behalten und im Zweifel auf eine bereits MiCA-lizenzierte Alternative wie Bitpanda oder Relai ausweichen.

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