Ratgeber Veröffentlicht am 15. Juli 2026 8 Min. Lesezeit

Things 3 Alternative iPhone: Die besten GTD-Apps als Ersatz

Fünf ehrliche Things-3-Alternativen für iPhone: Todoist, TickTick, OmniFocus, Apple Erinnerungen und Any.do. Mit Preis, Stärken und Migration.

Things 3 ist eine der schönsten Aufgaben-Apps, die je für iPhone und Mac entwickelt wurden. Aber sie hat zwei Probleme: sie ist rein im Apple-Ökosystem verankert und sie wird seit Jahren kaum weiterentwickelt. Wer wechseln will, weil er Android, Windows oder mehr Features braucht, findet 2026 mehrere starke Alternativen. Dieser Vergleich zeigt dir, welche Things-3-Alternative für iPhone und iPad wirklich passt, ehrlich bewertet nach Stärken und Schwächen. Wer noch gar nicht bei Things 3 gestartet ist und ganz von vorn entscheidet, findet im breiteren Überblick zu Todo-Listen-Apps fürs iPhone die passende Einordnung inklusive Things 3 selbst.

Für iosapps.de habe ich die hier verglichenen Apps über Monate installiert und ernsthaft im Alltag benutzt, nicht nur kurz getestet. Die Bewertungen sind bewusst hart, weil eine Aufgaben-App in den Alltag passen muss, nicht nur auf eine Feature-Liste.

Die 5 besten Alternativen auf einen Blick

AppPlattformenPreisStärkeFür dich wenn
TodoistiOS, Android, Mac, Win, Webkostenlos / ca. 8 €Cross-Plattformdu iPhone + Android oder Win nutzt
TickTickiOS, Android, Mac, Win, Webkostenlos / ca. 5 €Feature-Paketdu Kalender + Pomodoro + Gewohnheiten willst
OmniFocusiOS, Macca. 12 €/Monat (Pro)Tiefe GTD-Logikdu ein echter GTD-Purist bist
Apple ErinnerungeniOS, Mac, WatchkostenlosNativ, kostenlosdu im Apple-Ökosystem bleiben willst
Any.doiOS, Android, Mac, Win, Webkostenlos / ca. 4 €Einfach startendu Minimalismus willst

Todoist: Die nächstliegende Alternative

Todoist: To do list, Kalender
Todoist: To do list, Kalender

Plattformübergreifende Aufgabenverwaltung

Sehr gutFreemiumAufsteigerBeliebt

Für wen: Wer Things 3 liebt, aber auf mehreren Plattformen arbeitet. Todoist ist in der Oberfläche schnörkelloser als Things, aber funktional sehr nah dran und läuft auf jedem Gerät, das du kennst.

Todoist ist die häufigste Empfehlung als Things-3-Ersatz, und das hat Gründe. Die Grundmechanik aus Projekten, Abschnitten und natürlichsprachlicher Eingabe (“Rechnung bezahlen morgen 14 Uhr”) funktioniert ähnlich elegant. Die Filter-Engine ist sogar mächtiger als bei Things, weil du eigene Filter-Abfragen schreiben kannst. Dazu kommen Team-Funktionen, Kommentare und Dateianhänge, die Things komplett fehlen.

Schwächen: Die Design-Qualität kommt nicht an Things 3 heran. Todoist wirkt wie ein Produktivitäts-Werkzeug, Things wie eine Designarbeit. Außerdem gehen wichtige Features (Labels, Erinnerungen, Themes) erst im rund 8-Euro-Monatsabo auf.

Apple Erinnerungen: Kostenlos und besser als du denkst

Apple Erinnerungen
Apple Erinnerungen

Apples Aufgaben-App mit Listen, Tags und smarten Erinnerungen

GutKostenlosKeine Werbungvon Apple entwickelt

Für wen: Alle, die im Apple-Ökosystem bleiben und keinen Cent für eine Aufgaben-App ausgeben wollen.

Seit iOS 17 hat Apple die Erinnerungen deutlich aufgewertet, und unter iOS 26 ist die App noch einmal nachgezogen. Tags, intelligente Listen, Kanban-Spalten und ortsbasierte Auslöser sind jetzt Standard. Die Integration mit Siri, Kalender und Mail ist nahtlos: du kannst aus einer E-Mail per Teilen-Menü direkt eine Erinnerung erstellen, inklusive Rück-Link. Wer den Funktionsumfang im Detail sehen will, findet in unserem Praxisbericht wie ich die Erinnerungen-App nutze konkrete Workflows.

Schwächen: keine echte Projektstruktur über mehrere Ebenen, kein Unterschied zwischen Startdatum und Fälligkeit, keine tiefen Filter. Wer GTD nach Allen mit der Trennung zwischen Inbox → Sortierung → Projekte → Kontexte strikt umsetzen will, stößt schnell an Grenzen.

TickTick: Der Feature-Allrounder

https://apps.apple.com/de/app/ticktick-to-do-liste-und-planer/id923320337

Für wen: Wer Aufgaben, Kalender, Gewohnheiten und Pomodoro in einer App will und bereit ist, ein paar Euro pro Jahr zu zahlen.

TickTick ist das Gegenteil der Apple-Philosophie “eine App für eine Sache”. Die App bündelt Aufgabenverwaltung, Kalender-Ansicht, Pomodoro-Timer, Gewohnheits-Tracker und sogar eine Eisenhower-Matrix. Für wenige Euro pro Monat bekommst du ein Paket, für das du sonst drei oder vier Einzel-Apps installieren würdest.

Die Aufgaben-Logik ist solide, nicht so feingeschliffen wie bei Things, aber mit mehr Ansichten (Liste, Kanban, Kalender, Zeitachse). Besonders gelungen: die Widget-Auswahl und die Integration von Sprach-Notizen, die automatisch in Aufgaben umgewandelt werden.

Schwächen: das Interface wirkt aus chinesischem UI-Design-Ansatz heraus manchmal überladen. Wer Minimalismus liebt, fühlt sich hier schnell erschlagen.

OmniFocus: Für den echten GTD-Purist

OmniFocus ist die Antwort auf die Frage “Was ist das Gegenteil von Apple Erinnerungen?” Tiefe Projekte, sequentielle versus parallele Aufgaben, eigene Perspektiven (gespeicherte Filter-Ansichten), Defer Dates (nicht nur Fälligkeit, sondern auch Startdatum), Review Mode (geführte Durchsicht deiner Projekte) und starke Automatisierung über Kurzbefehle und AppleScript.

Das Ganze hat einen Preis: ca. 12 € pro Monat oder ca. 119 € pro Jahr für die Pro-Version (Stand 2026, einmalige Lizenzen für Mac/iOS gibt es weiterhin daneben). Und eine steile Lernkurve. OmniFocus bestraft dich für Schlamperei und belohnt dich für Disziplin.

Für wen: Wer Getting Things Done nach Allen wirklich umsetzt und eine App will, die diesem Framework kompromisslos folgt.

OmniFocus ist derzeit nicht in unserer App-Datenbank, weil es von einem kleinen Kreis Power-Nutzer lebt und nicht die breite Zielgruppe unserer Leser trifft. Wer die App testen will, findet sie direkt im App Store unter “OmniFocus 4”.

Any.do: Minimaler Einstieg

Any.do: Aufgabenliste & Planer
Any.do: Aufgabenliste & Planer

To-do-Liste, Kalender und Planer in einer App – für alle Plattformen.

GutFreemiumDeutsch

Für wen: Menschen, die Things 3 zu überwältigend finden und etwas ganz Einfaches suchen.

Any.do ist die minimalistische Anti-Haltung. Keine Projekte mit Unterprojekten, keine Perspektiven, kein Pomodoro. Nur Listen, Fälligkeiten und eine angenehm ruhige Oberfläche. Für Menschen, die einfach heute, morgen, diese Woche, irgendwann brauchen und sonst nichts, ist Any.do oft sofort zugänglich.

Schwächen: fast alles jenseits der Basis (Wiederholungen, Unteraufgaben, Kalender-Ansicht) ist im Abo versteckt. Und für echte GTD-Workflows reicht das Feature-Set nicht.

Was dir der Wechsel wirklich bringt

Things 3 ist auch 2026 eine grandiose App, ihre zwei Schwächen sind hart benannt:

  1. Apple-only. Wenn du ein Android-Tablet dabei hast oder beruflich Windows nutzt, ist Things draußen.
  2. Langsame Entwicklung. Das letzte große Feature-Update war 2017. Andere Apps haben seitdem Kollaboration, Kanban, natürliche Sprache, AI-Integration und Kalender-Views nachgerüstet.

Falls du weder Cross-Plattform noch neue Features brauchst, ist Things weiterhin unschlagbar in Bedienung und Ästhetik. Der Wechsel lohnt sich nur, wenn du einen dieser Punkte konkret anpackst. Wer sein papierloses Büro aufs iPhone überträgt, wird oft bei Todoist oder TickTick landen, weil Dateianhänge und Team-Funktionen plötzlich eine Rolle spielen.

Migration: Daten aus Things 3 herausholen

Things 3 hat keinen direkten Export in fremde Formate. Zwei pragmatische Wege funktionieren:

Per Kurzbefehl automatisiert. Things bietet eine URL-Scheme-API, über die Kurzbefehle Aufgaben auslesen und als Text, CSV oder direkt in Todoist oder Reminders schreiben können. Konkretes Minimal-Beispiel für den Übergang nach Apple Erinnerungen: Lege einen Kurzbefehl an, der per Things-URL aufrufen alle offenen Aufgaben einer Liste als JSON zieht, dann iteriere mit der Aktion Erinnerung hinzufügen darüber. Die Things-Entwickler haben dazu selbst Beispiele auf ihrer Webseite, unter Things URL Scheme.

Manuell mit Export zur Zwischenablage. In Things aktuelle Auswahl markieren, Kopieren und in die neue App einfügen. Funktioniert am besten, wenn du Projekte einzeln überträgst statt alles auf einmal.

Wer länger mit Things gearbeitet hat, sollte die Gelegenheit für einen Spring-Clean nutzen: nicht alles blind migrieren, sondern die Tasks filtern, die wirklich noch Bedeutung haben. Die meisten Listen wachsen über Jahre so voll, dass 60 bis 80 Prozent des Inhalts beim Wechsel entfallen kann, ohne dass dir etwas fehlt.

Häufige Fragen

Ist Things 3 2026 noch empfehlenswert?

Ja, wenn du ausschließlich auf iPhone, iPad und Mac arbeitest und Design über Features stellst. Nein, wenn du Android oder Windows brauchst oder Kollaborations-Features willst.

Welche Alternative ist kostenlos?

Apple Erinnerungen ist vollständig kostenlos und seit iOS 17 funktional deutlich aufgewertet. Für basales Aufgaben-Management mehr als ausreichend.

Welche App ist am nächsten an Things 3?

Todoist in Logik und Flow, TickTick in Feature-Menge. Wer die Things-Ästhetik sucht, findet sie bei keiner der Alternativen.

Lohnt sich Todoist Premium?

Nur wenn du Labels, Erinnerungen (nicht nur Fälligkeitsdaten) oder Team-Funktionen nutzt. Für reines Einzel-Management reicht die Free-Version in vielen Fällen.

Gibt es KI-Features in den Alternativen?

TickTick hat KI-gestützte Aufgaben-Erfassung aus Sprache. Todoist hat die AI Assist-Funktion für das Zerlegen großer Aufgaben in Schritte. Things und OmniFocus sind in diesem Bereich zurückhaltend.

Kann ich Siri-Kurzbefehle aus Things übertragen?

Apple Erinnerungen und Todoist unterstützen Kurzbefehle direkt. Wenn du viel mit iPhone Kurzbefehlen automatisierst, hast du bei diesen beiden den geringsten Reibungsverlust beim Umstieg.

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