iPhone Apps ohne Abo: Die besten Apps zum Einmalkauf und gratis
Die besten iPhone Apps ohne Abo. Einmalkauf-Apps und kostenlose Alternativen für Produktivität, Foto, Notizen und mehr.
Jeden Monat 2,99 hier, 9,99 dort, 4,99 da drüben. Wer mehrere Apps mit Abo nutzt, zahlt schnell 30 bis 50 Euro im Monat. Und irgendwann fragt man sich: Muss das sein?
Die Antwort ist nein. Für fast jede Kategorie gibt es hervorragende iPhone Apps, die entweder komplett kostenlos sind oder einmal gekauft werden und dann für immer funktionieren. Ohne monatliche Abbuchung, ohne Erinnerung zum Verlängern, ohne schlechtes Gewissen beim Kündigen.
Dieser Artikel zeigt die besten iPhone Apps ohne Abo. Einmalkauf-Apps, die ihr Geld wert sind, und kostenlose Alternativen, die mit Abo-Apps locker mithalten. Wer seine bestehenden Abos erstmal aufräumen will, findet dort eine Anleitung.
Aufgaben: Things 3
Things 3 ist der Goldstandard unter den Aufgaben-Apps fürs iPhone. Die App kostet einmalig 10,99 Euro und funktioniert danach ohne Einschränkungen. Keine Werbung, kein Abo, keine Premium-Funktionen hinter einer Paywall.
Was Things besonders macht: die App ist so gut durchdacht, dass sie sich fast von selbst erklärt. Projekte, Bereiche, Tags, Deadlines und ein Heute-Bildschirm, der zeigt was wirklich ansteht. Die iCloud-Synchronisation zwischen iPhone, iPad und Mac funktioniert zuverlässig.
Für wen Things nicht reicht: wer geteilte Listen oder Team-Funktionen braucht, ist mit anderen Todo-Apps besser bedient. Für persönliche Aufgabenverwaltung ist Things 3 kaum zu schlagen.
Der eleganteste Task-Manager für Apple-Geräte
Für wen: Alle, die eine schnelle, schöne Aufgabenverwaltung wollen und bereit sind, einmal 10,99 Euro zu zahlen.
Zeichnen und Malen: Procreate Pocket
Procreate hat die iPad-Kunstwelt verändert. Procreate Pocket bringt das gleiche Konzept aufs iPhone: professionelle Zeichenwerkzeuge, hunderte Pinsel, Ebenen-System und Export in alle gängigen Formate. Einmalkauf für 5,99 Euro.
Die App wird regelmäßig mit kostenlosen Updates erweitert. Neue Pinsel, neue Funktionen, Verbesserungen. Alles ohne Aufpreis. In einer Welt, in der Adobe für Photoshop monatlich abkassiert, ist Procreate ein Statement.
Professionelle Illustration und digitale Kunst auf dem iPhone
Für wen: Hobbyzeichner und Illustratoren, die auf dem iPhone kreativ werden wollen.
Fotobearbeitung: Pixelmator Pro
Profi-Fotobearbeitung ohne Abo ist 2026 zur Seltenheit geworden. Affinity Photo, früher der große Adobe-Konkurrent, wurde von Canva übernommen und in eine kostenlose, aber nur auf Mac, Windows und iPad verfügbare Lösung umgebaut. Lightroom und Photoshop sind reine Abo-Produkte.
Was bleibt, ist Pixelmator Pro: einmal kaufen, alle Funktionen freischalten, fertig. RAW-Entwicklung, Ebenen, Masken, Machine-Learning-Werkzeuge zum Freistellen und Hochskalieren, und ein Export der mit Photoshop-Profis mithält. Die App synchronisiert über iCloud zwischen iPad und Mac. Auf dem iPhone selbst gibt es keinen vollwertigen Profi-Editor mehr ohne Abo. Wer fast nur am iPhone schneidet, sollte sich Apples eingebaute Fotos-App genauer ansehen, sie kann inzwischen erstaunlich viel.
Pixelmator Pro ist jetzt Teil von Apple Creator Studio, einer beeindruckenden Sammlung der leistungsstärksten kreativen…
Für wen: Foto-Enthusiasten mit iPad oder Mac, die nicht jeden Monat an Adobe zahlen wollen.
Passwort-Manager: Bitwarden
Bitwarden ist der Beweis, dass Sicherheit nicht teuer sein muss. Die App ist Open Source, komplett kostenlos nutzbar und speichert unbegrenzt viele Passwörter mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Das bedeutet: nicht einmal Bitwarden selbst kann deine Passwörter lesen. Mehr über die App und warum sie auch 1Password Konkurrenz macht, steht in unserem Bitwarden-Testbericht.
Das optionale Premium-Upgrade (10 Dollar pro Jahr) fügt TOTP-Codes und erweiterten Dateianhang-Speicher hinzu. Aber die Basisfunktion (Passwörter generieren, speichern, autofill) ist vollständig kostenlos.
Open-Source-Passwort-Manager — gratis, sicher, auf allen Geräten
Für wen: Alle. Ein Passwort-Manager gehört auf jedes iPhone. Bitwarden ist die beste kostenlose Option.
Messenger: Signal
Signal kostet nichts, zeigt keine Werbung und sammelt keine Daten. Die App wird von einer gemeinnützigen Stiftung betrieben und bietet Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Nachrichten, Anrufe, Gruppenchats und Videoanrufe.
Die Oberfläche fühlt sich an wie WhatsApp, nur ohne den Meta-Konzern dahinter. Sticker, Reaktionen, verschwindende Nachrichten und Gruppen mit bis zu 1.000 Teilnehmern sind an Bord. Der einzige Nachteil: du musst deine Kontakte überzeugen, mitzumachen.
Der Goldstandard für private Kommunikation
Für wen: Alle, die einen Messenger ohne Datensammelei wollen. Funktioniert nur, wenn deine Kontakte auch wechseln.
Hörbücher: BookPlayer
BookPlayer ist eine komplett kostenlose, werbefreie Open-Source-App für Hörbücher auf dem iPhone. Du lädst deine eigenen Hörbuch-Dateien (MP3, M4B, M4A) in die App und hast einen vollwertigen Hörbuch-Player mit Kapitelnavigation, Sleep-Timer, Geschwindigkeitsanpassung und Lesezeichen.
Perfekt für alle, die Hörbücher aus der Bücherei laden (Onleihe, Libby) oder eigene Audiobooks besitzen. Kein Audible-Abo nötig.
Open-Source-Hörbuch-Player für eigene Audiobooks
Für wen: Hörbuch-Fans, die eigene Dateien abspielen und kein Audible-Abo brauchen.
Podcasts: Overcast
Overcast ist seit Jahren einer der besten Podcast-Player fürs iPhone. Die kostenlose Version bietet alles was man braucht: Smart Speed (kürzt Stille intelligent), Voice Boost (normalisiert Lautstärke), Playlists und eine saubere Oberfläche.
Das optionale Premium-Upgrade entfernt den kleinen Werbebanner und schaltet ein paar Extras frei. Aber die Kernfunktionen sind komplett kostenlos und besser als bei vielen Abo-Apps.
Für wen: Podcast-Hörer, die einen schnellen, klugen Player ohne Abo wollen.
Gewohnheiten: Streaks
Streaks verfolgt einen einfachen Ansatz: du legst bis zu 24 Gewohnheiten fest und hältst deine Streak aufrecht. Jeden Tag. Die App integriert sich nahtlos mit der Apple Health App, synchronisiert über iCloud und hat eine Apple Watch Komplikation.
Einmalkauf für 5,99 Euro. Kein Abo, keine In-App-Käufe. Die App wurde mehrfach von Apple mit einem Design Award ausgezeichnet.
Gewohnheiten täglich aufbauen — Apple Design Award Gewinner
Für wen: Alle, die neue Gewohnheiten aufbauen wollen. Simples Prinzip, motivierender als erwartet.
Rezepte: Mela
Mela ist ein Rezeptmanager, der Rezepte aus jeder Webseite importiert und in einer schönen, einheitlichen Oberfläche darstellt. Kein Scrollen durch Lebensgeschichten vor dem eigentlichen Rezept. Einmalkauf, iCloud-Sync, Einkaufsliste, Wochenplaner.
Die App importiert Rezepte per Safari-Extension mit einem Tipp. Zutaten werden automatisch erkannt und auf die gewünschte Portionszahl umgerechnet.
Für wen: Hobbyköche, die ihre Rezeptsammlung endlich an einem Ort haben wollen.
Taschenrechner: PCalc
PCalc ist der Taschenrechner, den Apple hätte bauen sollen. Wissenschaftliche Funktionen, Einheitenumrechner, History, Widgets und ein Layout, das sich anpassen lässt. Einmalkauf für 10,99 Euro.
Die App gibt es seit über 30 Jahren und wird immer noch aktiv weiterentwickelt. Neue iOS-Features werden oft am Launch-Tag unterstützt.
Wissenschaftlicher Taschenrechner mit Stil
Für wen: Alle, die mehr brauchen als Apples Standard-Rechner. Besonders Ingenieure, Studenten und Finanzleute.
Video: VLC
VLC auf dem iPhone spielt alles ab. MKV, AVI, FLAC, WebM. Dateien, die Apples eigener Player nicht kennt. Die App ist Open Source, komplett kostenlos, ohne Werbung und ohne Tracking.
Dazu kommt: Netzwerk-Streaming (SMB, FTP, DLNA), Untertitel-Download und Chromecast-Support. VLC ist die App, die man einmal installiert und nie wieder deinstalliert.
Kostenloser Open-Source-Videoplayer für alle Formate
Für wen: Alle, die Videos in exotischen Formaten abspielen oder Filme vom NAS streamen wollen.
Karteikarten: AnkiMobile
AnkiMobile nutzt Spaced Repetition, ein wissenschaftlich fundiertes System, das Karten genau dann wieder zeigt, wenn du sie fast vergessen hättest. Die App synchronisiert mit dem kostenlosen Anki-Desktop und der riesigen Community-Kartei-Bibliothek.
Der Preis von 29,99 Euro ist hoch für eine iPhone-App. Aber es ist ein Einmalkauf, der Anki-Algorithmus ist der beste auf dem Markt, und die Community-Decks allein sind Tausende Euro an Kursmaterial wert. Besonders beliebt bei Medizinstudenten und Sprachlernern.
Karteikarten mit wissenschaftlichem Spaced Repetition
Für wen: Studenten und Lernende, die sich Wissen langfristig merken wollen. Der Preis rechnet sich schnell.
Apples eigene Apps nicht vergessen
Bevor du eine Drittanbieter-App kaufst, lohnt der Blick auf das, was schon installiert ist. Notizen, Erinnerungen, Wetter, Karten, Mail, Sprachmemos, Freeform, die Fitness-App: alle gratis, ohne Abo, alle mit iCloud-Sync. Apple hat in den letzten Jahren stark nachgezogen. Notizen kann inzwischen Tags, Smart-Folder, geteilte Ordner und PDF-Markup. Erinnerungen ersetzt für viele Things 3. Karten ist in Deutschland endlich auf Augenhöhe mit Google Maps. Die Frage ist nicht “welche App ist die beste”, sondern “brauche ich überhaupt eine zusätzliche App”?
Wann sich ein Abo doch lohnt
Ehrlich bleiben: Manche Apps sind ihr Abo wert. iCloud+ für Backup, Hide-My-Email und Custom-Domain. Ein VPN, das wirklich audited ist. Ein Streaming-Dienst den du täglich nutzt. Bei Tools die laufende Server-Kosten verursachen (Sync, KI-Inferenz, Cloud-Speicher) ist ein Abo oft fairer als ein Einmalkauf, der den Anbieter nach zwei Jahren ausbluten lässt. Die Faustregel: ein Abo ist okay, wenn es einen wiederkehrenden Wert liefert. Es ist nicht okay, wenn es nur deinen Taschenrechner als Geisel hält.
Warum Apps ohne Abo wichtig sind
Das Abo-Modell hat seine Berechtigung. Entwickler brauchen laufende Einnahmen für laufende Entwicklung. Aber nicht jede App muss ein Abo sein. Ein Taschenrechner braucht kein Abo. Ein Hörbuch-Player braucht kein Abo. Ein Messenger schon gar nicht.
Die Apps in dieser Liste zeigen, dass es anders geht. Manche finanzieren sich über Einmalkäufe, andere über Open Source und Spenden, wieder andere über optionale Premium-Upgrades, bei denen die Basisfunktion vollständig nutzbar bleibt.
Wer seine monatlichen App-Kosten reduzieren will, kann mit diesen Alternativen anfangen. Nicht alles auf einmal, aber App für App. Der Unterschied auf der Jahresrechnung ist spürbar.
Häufige Fragen
Sind Einmalkauf-Apps genauso gut wie Abo-Apps?
Oft ja. Things 3, Procreate Pocket und PCalc gehören zu den besten Apps in ihrer Kategorie. Das Geschäftsmodell sagt nichts über die Qualität aus.
Was passiert wenn eine Einmalkauf-App nicht mehr aktualisiert wird?
Das Risiko besteht. Aber es besteht bei Abo-Apps genauso: wenn der Dienst eingestellt wird, ist das Geld auch weg. Bei Einmalkauf-Apps funktioniert die letzte Version zumindest weiter, solange iOS sie unterstützt.
Lohnt sich der Umstieg von einer Abo-App?
Rechne es durch: ein Jahresabo für eine Notiz-App kostet oft 30 bis 50 Euro. Eine Einmalkauf-Alternative amortisiert sich nach wenigen Monaten. Bei Apps die du täglich nutzt, lohnt sich der Wechsel fast immer.
Welche früheren Einmalkauf-Apps sind heute Abo-only?
Bear (Notizen), 1Password, Ulysses und Fantastical haben den Wechsel gemacht. Wer eine alte Lifetime-Version dieser Apps noch nutzen kann: behalten. Sonst lieber zu einer der hier genannten Alternativen wechseln, bevor man wieder im Abo-Hamsterrad landet.
Gibt es gute kostenlose Alternativen zu Bear oder Ulysses für Notizen?
Apples eigene Notizen-App hat sich enorm verbessert und reicht für die meisten. Wer Markdown-Sync zwischen Geräten will, kann iA Writer (Einmalkauf) ansehen oder mit Obsidian (kostenlos, optionaler Sync) starten.