Die besten Drohnen-Apps fürs iPhone
Drohnen-Apps fürs iPhone im Vergleich – von DJI Fly über Luftraum-Karten bis Wetter-Check. Die wichtigsten Apps für sichere und legale Drohnenflüge in Deutschland.
Wer eine Drohne fliegt, braucht mehr als nur die Steuerungs-App des Herstellers. Wo darf ich fliegen? Wie wird das Wetter in 120 Metern Höhe? Und welche Regeln gelten eigentlich in Deutschland?
Ich nutze selbst drei Apps regelmäßig: DJI Fly für die Steuerung, Droniq Maps für die Luftraumprüfung und Drone Forecast für das Flugwetter. Aber es gibt noch ein paar weitere, die je nach Einsatzzweck sinnvoll sind. Hier ist mein Setup und was sich darüber hinaus lohnt.
DJI Fly. Die Steuerungszentrale
DJI Fly ist die offizielle App für nahezu alle aktuellen DJI-Drohnen. 2026 unterstützt sie unter anderem Mini 5 Pro, Mini 4 Pro, Air 3S, Mavic 4 Pro, Mavic 3 Pro, Avata 2, Avata 360, Neo 2 und Flip. Sie ist Pflicht, denn ohne sie hebt die Drohne nicht ab.
Was die App gut macht:
- Kameraeinstellungen, Gimbal-Steuerung und Flugmodi direkt am iPhone
- Quickshots (automatische Kamerafahrten wie Dronie, Helix oder Asteroid)
- Kartenansicht mit Flugbeschränkungszonen von DJI (GEO Zones)
- Medienverwaltung und kabelloser Download von Fotos und Videos
- DJI Academy mit Tutorials für Einsteiger
Was fehlt: DJI Fly zeigt nur die DJI-eigenen Flugzonen an. Die stimmen nicht immer mit den offiziellen deutschen Geozonen überein. Für die rechtlich verbindliche Luftraumprüfung brauchst du eine zusätzliche App.
Für wen: Pflicht-App für alle DJI-Drohnenpiloten. Ohne sie geht nichts.
Droniq Maps. Wo darf ich fliegen?
Droniq Maps ist die wichtigste App für legale Drohnenflüge in Deutschland. Droniq ist ein Joint Venture der Deutschen Flugsicherung (DFS) und der Deutschen Telekom. Die Daten kommen also direkt von der Quelle.
Die App zeigt dir auf einer interaktiven Karte:
- Alle Geozonen nach EU-Drohnenverordnung (Flugverbotszonen, Höhenbeschränkungen, Naturschutzgebiete)
- Kontrollzonen um Flughäfen mit gestaffelten Höhenlimits
- Details zu jeder Zone: warum sie besteht, welche Genehmigung du brauchst
- Zeichentools für die Flugplanung direkt in der App
Droniq Maps ist der Nachfolger der alten Droniq App und deutlich übersichtlicher. Die Daten sind aktuell und decken ganz Deutschland ab. Vor jedem Flug kurz reinschauen. Das sollte Routine sein.
Droniq hat angekündigt, Droniq Maps im Mai 2026 in TraX umzubenennen. Funktional bleibt alles gleich, das App-Icon und der Name ändern sich. Das Update läuft automatisch über den App Store.
Entdecken Sie unsere brandneue Drohnenapp „Droniq Maps“ (Nachfolger der Droniq App), die das Fliegen für Sie als Fernpi…
Für wen: Jeden Drohnenpiloten in Deutschland. Kostenlos, offiziell, unverzichtbar.
Map2Fly. Die Alternative zur Luftraumprüfung
Map2Fly ist mit über 100.000 Nutzern die meistgenutzte Drohnenkarte in Deutschland. Die App greift auf mehr als 180 Datenquellen zu und zeigt Flugzonen, Aufstiegsregeln und Geodaten mit hoher Genauigkeit.
Was Map2Fly von Droniq Maps unterscheidet:
- Detailliertere Darstellung einzelner Datenquellen (Naturschutzgebiete, Modellflugplätze, temporäre Beschränkungen)
- Ampelsystem: Grün, Gelb, Rot für schnelle Einschätzung
- Offline-Karten für Gebiete ohne Mobilfunk
Beide Apps ergänzen sich gut. Droniq Maps hat den offiziellen DFS-Hintergrund, Map2Fly punktet mit Detailtiefe und Community-Daten.
Schnelle, einfache Überprüfung von Aufstiegsregeln, Luftraum und Flugbestimmungen.
Für wen: Piloten, die eine zweite Meinung zur Luftraumsituation wollen oder Offline-Karten brauchen.
Drone Forecast. Flugwetter auf einen Blick
Am Boden weht ein laues Lüftchen. In 100 Metern Höhe kann es ganz anders aussehen. Drone Forecast zeigt dir die Wetterbedingungen, die für Drohnenflüge relevant sind:
- Windgeschwindigkeit und Böen in verschiedenen Höhen
- Stundengenauer Forecast für die nächsten 5 Tage
- Sonnenauf- und -untergang (wichtig für die Golden Hour)
- Sichtweite und Niederschlagswahrscheinlichkeit
Die App ist kostenlos nutzbar. Wer erweiterte Funktionen will (detailliertere Höhenprofile, keine Werbung), kann ein Abo abschließen. Wenn dich Wetter-Apps generell interessieren, lohnt sich ein Blick auf meine Übersicht der besten iPhone-Wetter-App für den Alltag jenseits der Drohne.
Begleitanwendung für Drohnenliebhaber und Berufspiloten. Verwenden Sie die Anwendung, um Ihre Flüge sicherer zu machen:
Für wen: Alle, die vor dem Flug wissen wollen, ob die Bedingungen passen. Besonders nützlich bei Foto- und Videoflügen, wo stabiles Wetter entscheidend ist.
UAV Forecast. Der Klassiker fürs Flugwetter
UAV Forecast ist der etablierte Name unter den Drohnen-Wetter-Apps und wird seit Jahren aktiv weiterentwickelt. Die App kombiniert Wetterdaten mit GPS-Satellitenstatus und dem Kp-Index (Sonnensturmaktivität, die GPS-Genauigkeit beeinflusst).
Was UAV Forecast besonders macht:
- Kp-Index: zeigt an, ob geomagnetische Störungen GPS-Probleme verursachen könnten
- GPS-Satellitenstatus in Echtzeit
- Flugbeschränkungszonen auf der Karte
- Kompatibilitätscheck für DJI, Autel und Skydio
Die Basisversion ist kostenlos. Für hyperlocale Echtzeit-Vorhersagen gibt es ein optionales Abo.
Wann ist es gut, Ihren Quadrocopter zu fliegen? Sehen Sie die Wettervorhersage, GPS-Satelliten, Sonnenaktivität (Kp), F…
Für wen: Piloten, die neben dem Wetter auch GPS-Qualität und Sonnenaktivität im Blick haben wollen.
Litchi. Erweiterte Flugplanung für DJI
Litchi ist die bekannteste Drittanbieter-App für DJI-Drohnen. Wer mehr will als das, was DJI Fly bietet (vor allem bei Waypoint-Missionen), kommt an Litchi kaum vorbei.
Die wichtigsten Features:
- Waypoints: Komplexe Flugrouten mit Wegpunkten, Geschwindigkeit, Kamerawinkel und Aktionen pro Punkt
- Orbit: Automatisches Umkreisen eines Objekts mit einstellbarem Radius
- Follow Me: Drohne folgt dem iPhone automatisch
- Panorama: Automatische 360-Grad-Aufnahmen
- FPV-Modus: Direktes Steuern mit Head-Tracking (wenn kompatibel)
Litchi kostet einmalig 29,99 Euro und unterstützt ältere DJI-Modelle (Mavic Mini, Mini 2, Air 2S, Phantom 4). Für neuere Modelle ab Mini 3 gibt es Litchi Pilot als Beta.
Unlock the full potential of your DJI drone with Litchi, everyone's favorite flight app
Für wen: Ambitionierte Piloten, die Waypoint-Missionen planen oder automatisierte Kamerafahrten brauchen. Die 30 Euro lohnen sich schnell.
Dronelink. Profi-Missionsplanung
Dronelink richtet sich an professionelle Piloten und Vermesser. Die App bietet die detaillierteste Missionsplanung im Vergleich. Mit einem visuellen Editor, der an Desktop-Software erinnert.
Was Dronelink auszeichnet:
- Missionsplanung am iPhone, iPad oder im Browser. Synchronisation zwischen allen Geräten
- Vordefinierte Flugmuster für Vermessung, Inspektion und Mapping
- Unterstützung für DJI- und Autel-Drohnen
- Wiederholbare Missionen mit exakt gleicher Flugroute
- Community-Bibliothek mit geteilten Missionsvorlagen
Die App ist kostenlos installierbar, die Nutzung erfordert ein Abo (ab ca. 35 Euro pro Jahr). Für Hobbyflüge ist Dronelink Overkill. Aber wer regelmäßig Inspektionen oder Vermessungen macht, spart damit viel Zeit.
Drone Flight Control - Fully Automated Missions, Semi-Automated Workflows and Manual Flight Tools
Für wen: Profis und Semi-Profis, die wiederholbare, präzise Flugmissionen brauchen.
EU-Drohnenverordnung. Was du wissen musst
Seit 2021 gelten in der gesamten EU einheitliche Regeln für Drohnen. Die Übergangsfrist für Bestandsdrohnen ohne C-Klassifizierung ist seit Anfang 2024 vorbei. Wer in Deutschland fliegt, muss diese Punkte kennen:
Registrierung
Jeder Drohnenpilot muss sich beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) registrieren und erhält eine Betreiber-ID (eID). Die Registrierung kostet 20 Euro und gilt für alle eigenen Drohnen. Die eID muss auf jeder Drohne angebracht und in der Flug-App (z.B. DJI Fly) hinterlegt werden.
Pflicht ab: Drohnen mit Kamera oder ab 250 Gramm Startgewicht. Reine Spielzeug-Drohnen ohne Kamera unter 250 Gramm sind ausgenommen.
Führerschein
- EU-Kompetenznachweis (A1/A3): Der kleine Drohnenführerschein. Online-Prüfung beim LBA, kostet 25 Euro. Pflicht für Drohnen ab 250 Gramm.
- EU-Fernpilotenzeugnis (A2): Der große Drohnenführerschein. Präsenzprüfung bei einer anerkannten Stelle, kostet 200 bis 500 Euro. Nötig für Flüge in der Nähe von Menschen mit Drohnen bis 2 kg.
Versicherung
Eine Drohnen-Haftpflichtversicherung ist nach Luftverkehrsgesetz für alle Drohnen in Deutschland Pflicht. Unabhängig vom Gewicht. Auch eine 200-Gramm-Mini braucht Schutz, sobald sie draußen fliegt. Einzige Ausnahme: reine Spielzeug-Drohnen ohne Kamera, die ausschließlich in geschlossenen Räumen genutzt werden.
Viele Privat-Haftpflichtversicherungen decken Drohnen bis 250 Gramm bereits im Grundschutz ab. Prüfe das vor dem ersten Flug. Eigene Drohnenversicherungen gibt es ab ca. 30 bis 80 Euro pro Jahr für Privatpiloten.
Remote ID
Drohnen mit C-Klasse-Kennzeichnung (C1, C2, C3) müssen die Betreiber-ID per Remote ID ausstrahlen. Das passiert automatisch über die Flug-App. Du musst nur die eID korrekt eingeben.
Mein Setup. Drei Apps reichen für den Alltag
Für die allermeisten Drohnenpiloten reicht dieses Dreier-Setup:
- DJI Fly für Steuerung, Kamera und Quickshots
- Droniq Maps für die Luftraumprüfung vor jedem Flug
- Drone Forecast für den Wetter-Check
Wer mehr will, ergänzt Litchi für Waypoint-Missionen oder Map2Fly als zweite Luftraum-Quelle. Dronelink und UAV Forecast sind Spezialisten-Tools, die erst ab einem bestimmten Ambitionslevel sinnvoll werden.
Wenn deine Drohnen-Fotos später am iPhone landen, lohnt sich ein Blick darauf, wie du in der Apple Fotos App das Beste aus den Aufnahmen rausholst. Und bevor du sie teilst, solltest du dir das Thema Metadaten beim Foto-Teilen entfernen anschauen. GPS-Koordinaten in den EXIF-Daten verraten den genauen Aufnahmeort und damit oft auch dein Zuhause. Für die Wahl der richtigen Tageszeit hilft dir mein Ratgeber zur iPhone-Fotografie bei verschiedenem Licht auch beim Drohnen-Setup weiter.
Der wichtigste Tipp: Mach die Luftraumprüfung zur Gewohnheit. Droniq Maps aufmachen, Standort checken, fliegen. Dauert 30 Sekunden und bewahrt dich vor Ärger und vor Bußgeldern bis 50.000 Euro.
Häufige Fragen
Brauche ich für jede Drohne eine eigene App?
Ja, die Steuerungs-App hängt vom Hersteller ab. DJI-Drohnen nutzen DJI Fly, Autel-Drohnen die Autel Sky App. Drittanbieter-Apps wie Litchi oder Dronelink funktionieren herstellerübergreifend, ersetzen aber nicht immer die Original-App.
Ist Droniq Maps wirklich kostenlos?
Ja, komplett kostenlos und werbefrei. Die App wird von Droniq betrieben, einem Joint Venture der Deutschen Flugsicherung und der Deutschen Telekom. Im Mai 2026 wird die App in TraX umbenannt. Die Funktionen bleiben identisch.
Reicht DJI Fly alleine für legale Flüge?
Nein. DJI Fly zeigt zwar Flugzonen an, aber das sind DJI-eigene GEO Zones. Nicht die offiziellen EU-Geozonen. Für die rechtlich verbindliche Prüfung brauchst du Droniq Maps oder Map2Fly.
Was kostet Litchi?
Einmalig 29,99 Euro. Kein Abo, keine versteckten Kosten. Litchi Pilot für neuere DJI-Modelle ist aktuell in der Beta.
Brauche ich auch für eine Drohne unter 250 Gramm eine Versicherung?
Ja. Nach deutschem Luftverkehrsgesetz ist die Haftpflichtversicherung für alle Drohnen Pflicht, unabhängig vom Gewicht. Viele Privathaftpflichtversicherungen decken Mini-Drohnen bis 250 Gramm bereits ab. Vor dem ersten Flug prüfen, sonst gibt es im Schadensfall Ärger.
Gibt es eine App für den Drohnenführerschein?
Die Prüfung zum EU-Kompetenznachweis (A1/A3) läuft direkt über die Website des Luftfahrt-Bundesamts. Es gibt Lern-Apps von Drittanbietern, aber die offizielle Prüfung ist nur online beim LBA möglich.
Muss ich mich als Drohnenpilot registrieren?
Ja, wenn deine Drohne eine Kamera hat oder mehr als 250 Gramm wiegt. Die Registrierung kostet 20 Euro beim LBA und ist Pflicht vor dem ersten Flug.