Airtable – Die perfekte App zum Organisieren

Airtable kombiniert Tabellen mit Datenbank-Funktionen. Ideal zum Organisieren von Projekten, Sammlungen und mehr – wenn auch mit Einschränkungen im kostenlosen Plan.

Aktualisiert 19. März 2026 · 28. Januar 2021 · 4 Min.
Airtable – Die perfekte App zum Organisieren

Airtable sieht aus wie eine Tabelle, funktioniert aber wie eine Datenbank. Du kannst Daten in verschiedenen Ansichten darstellen — als Tabelle, Kanban-Board, Kalender oder Galerie. Das macht es extrem vielseitig, bringt aber auch eine gewisse Komplexität mit sich.

Das Video gibt einen schnellen visuellen Überblick über Airtable — Tabellen, Kanban-Boards und Automatisierungen in der Praxis.

Was Airtable kann

  • Verschiedene Ansichten: Grid (Tabelle), Kanban, Kalender, Galerie, Formulare
  • Verknüpfungen: Tabellen können miteinander verlinkt werden — wie in einer echten Datenbank
  • Automatisierungen: Wenn X passiert, mache Y — z.B. „Wenn Status auf Fertig, sende E-Mail”
  • Anhänge: Bilder, PDFs und Dateien direkt in Zellen speichern
  • Zusammenarbeit: Mehrere Nutzer arbeiten in Echtzeit

Typische Anwendungsfälle

  • Projektmanagement — Aufgaben, Verantwortliche, Deadlines, Status
  • Content-Kalender — Blog-Posts, Social Media, Veröffentlichungsdaten
  • Sammlungen — Bücher, Filme, Weine, Pflanzen — alles was du katalogisieren willst
  • Inventar — Geräte, Lizenzen, Abonnements verwalten
  • CRM — Kontakte und Kundenbeziehungen pflegen

Auf dem iPhone: Wie schlägt sich die App?

Die Airtable-App fürs iPhone ist funktional, aber kein Highlight. Du kannst Datensätze durchsuchen, bearbeiten und neue anlegen — allerdings fühlt sich die Bedienung auf dem kleinen Bildschirm oft fummelig an. Die Stärke von Airtable liegt in den verschiedenen Ansichten und der Übersicht, und genau das geht auf dem iPhone-Display teilweise verloren.

Was gut funktioniert: einzelne Datensätze öffnen, schnelle Einträge machen, Benachrichtigungen für Automatisierungen empfangen. Was nicht gut funktioniert: komplexe Tabellen bearbeiten, neue Ansichten konfigurieren oder Formeln schreiben. Dafür brauchst du den Desktop oder zumindest ein iPad.

Für die schnelle Eingabe unterwegs — etwa eine Idee in deine Content-Planung eintragen oder den Status einer Aufgabe ändern — reicht die iPhone-App völlig. Für ernsthafte Arbeit an der Datenbankstruktur gehst du besser an den Rechner.

Airtable im Alltag: Drei konkrete Beispiele

Content-Kalender für einen Blog: Du legst eine Tabelle an mit den Spalten Titel, Status (Idee / In Arbeit / Fertig / Veröffentlicht), Autor, Veröffentlichungsdatum und Tags. Über die Kanban-Ansicht ziehst du Artikel von Status zu Status. Die Kalender-Ansicht zeigt dir, wann welcher Beitrag geplant ist. Eine Automatisierung kann dir am Veröffentlichungstag eine Erinnerung per E-Mail schicken.

Umzugs-Checkliste: Aufgaben wie Nachsendeantrag stellen, Strom ummelden, Schlüssel übergeben — jede Aufgabe mit Deadline, Verantwortlichem und Status. Über die Galerie-Ansicht kannst du Fotos der neuen Wohnung anhängen, und über ein verknüpftes Formular können Mitbewohner eigene Aufgaben ergänzen.

Buchsammlung: Titel, Autor, Genre, Bewertung, Lesefortschritt — und ein Bild des Covers direkt in der Zelle. Über Filter findest du sofort alle ungelesenen Bücher eines bestimmten Genres. Die Galerie-Ansicht verwandelt die trockene Tabelle in eine visuelle Bibliothek.

Airtable vs. Apple Numbers und Google Sheets

Der wichtigste Unterschied: Airtable ist eine Datenbank, keine Tabellenkalkulation. In Numbers oder Google Sheets ist jede Zelle gleichwertig — du kannst überall Zahlen, Text oder Formeln eingeben. In Airtable hat jede Spalte einen festen Datentyp (Text, Zahl, Datum, Datei, Verknüpfung). Das klingt einschränkend, bringt aber einen entscheidenden Vorteil: Daten bleiben konsistent, und du kannst sie sinnvoll filtern, sortieren und verknüpfen.

Apple Numbers eignet sich besser für Berechnungen — Budgets, Finanzpläne, einfache Statistiken. Google Sheets ist der Allrounder für Zusammenarbeit an Zahlen. Airtable spielt seine Stärken aus, sobald du strukturierte Informationen verwaltest: Kontakte, Projekte, Inventar, Content-Pläne.

Der kostenlose Plan: Die Einschränkungen

Airtable hat seinen kostenlosen Plan in den letzten Jahren deutlich eingeschränkt:

  • 1.000 Datensätze pro Base (früher 1.200)
  • Maximal 5 Editoren
  • 100 Automatisierungen pro Monat
  • Kein Gantt-Chart, kein Timeline-View
  • Begrenzte Revisionshistorie

Für ein persönliches Projekt — etwa eine Buchsammlung oder eine einfache Aufgabenliste — reichen 1.000 Datensätze oft aus. Sobald du aber mehrere Tabellen mit Verknüpfungen nutzt und Automatisierungen einrichtest, stößt du schnell an die Grenzen.

Bezahlpläne

Die Bezahlpläne starten bei 20 Dollar/Nutzer/Monat (Team-Plan). Das ist für private Nutzer steil. AI-Features (Formelgenerierung, Zusammenfassungen) sind nur in bezahlten Plänen enthalten.

Für Teams ab 3–5 Personen kann sich der Team-Plan lohnen — besonders wenn Airtable das zentrale Werkzeug für Projektmanagement oder Content-Planung ist. Für Einzelnutzer ist der Preis schwer zu rechtfertigen, wenn Alternativen wie Notion einen besseren kostenlosen Plan bieten.

Ehrliche Einschätzung

Airtable ist ein hervorragendes Tool — aber es richtet sich zunehmend an Unternehmen. Für rein persönliche Nutzung gibt es bessere Optionen:

  • Notion — Flexibler, besserer kostenloser Plan, kombiniert Notizen + Datenbanken
  • Google Sheets — Einfacher, kostenlos, mehr als genug für die meisten Tabellen
  • NocoDB — Open-Source Airtable-Alternative, Self-Hosting möglich

Wenn du ein Team hast und professionelle Workflows brauchst, ist Airtable kaum zu schlagen. Für persönliche Projekte lohnt sich der Blick auf die Alternativen. Mehr dazu in unserem Artikel Die besten Notiz-Apps fürs iPhone. Mehr dazu in unserem Artikel To-Do-Listen Apps fürs iPhone.

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