Lohnt sich die Steuererklärung überhaupt?
Durchschnittliche Steuererstattung in Deutschland: 1.063 Euro. Das ist kein Ausreißer — das ist der statistische Durchschnitt. Die meisten Menschen, die eine Erklärung abgeben, bekommen Geld zurück. Und wer sie nicht abgibt, lässt dieses Geld einfach beim Finanzamt liegen.
Die gute Nachricht: Mit einer guten App brauchst du kein Steuerwissen. Die geführten Interviews in Taxfix, WISO & Co. stellen dir Fragen in einfacher Sprache — du musst keine Formulare kennen.
Welche App für wen: Taxfix — Angestellte mit unkomplizierter Situation, Berufseinsteiger, wer’s einfach und schnell will WISO Steuer — Komplexere Situationen (Vermieter, mehrere Einkommensquellen, Selbstständige mit Nebeneinkünften) SteuerGo — Preisbewusste mit überschaubarer Situation, gut für Rentner und einfache Angestelltenverhältnisse ELSTER — Kostenlos, aber nur wenn du dich mit Steuerformularen auskennst oder lernst
Hands-on: Taxfix — so geht die Steuererklärung konkret
Was du brauchst, bevor du anfängst
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Lohnsteuerbescheinigung — Die bekommst du von deinem Arbeitgeber (meist im Januar/Februar). Sie liegt oft auch in ELSTER-Dokumenten oder im Mitarbeiter-Portal des Unternehmens.
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IBAN — Auf das Konto kommt die Rückerstattung.
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Steueridentifikationsnummer — 11-stellige Nummer auf deinem letzten Steuerbescheid oder beim Bundeszentralamt abrufbar (bzst.de).
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Optional: Belege für Homeoffice, Fahrten zur Arbeit, Spenden, Handwerkerrechnungen.
Schritt für Schritt in der Taxfix App
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App laden und Account anlegen. Taxfix ist kostenlos erhältlich; du zahlst erst beim Einreichen (49,99 Euro für Einzelveranlagung, 69,99 Euro gemeinsam mit Partner für das Steuerjahr 2025). Verwende für deinen Taxfix-Account ein starkes, einzigartiges Passwort — wie das geht, erklärt unser Leitfaden zum sicheren Passwort erstellen.
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Interview starten. Taxfix führt dich durch ein geführtes Gespräch: “Bist du angestellt?” → “Hast du im Homeoffice gearbeitet?” → “Fährst du zur Arbeit?” usw. Antworte ehrlich, auch wenn du dir unsicher bist — die App erklärt jede Frage.
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Lohnsteuerbescheinigung eingeben. Du kannst die Zahlen manuell eintippen oder mit der iPhone-Kamera scannen. Taxfix erkennt die relevanten Felder automatisch.
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Erstattungs-Vorschau prüfen. Nach dem Interview zeigt Taxfix eine voraussichtliche Erstattung. Stimmt der Betrag grob mit deiner Erwartung überein? Gut.
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Erklärung prüfen und einreichen. Einreichen ist direkt über ELSTER möglich — du brauchst keinen separaten ELSTER-Account. Taxfix erledigt das für dich.
Wann kann man für 2025 einreichen?
Ab Januar 2026 (sobald die Lohnsteuerbescheinigung vorliegt). Abgabefrist für freiwillige Einreichung: 31. Juli 2026. Mit Steuerberater: 31. Januar 2027. Je früher du einreichst, desto früher kommt das Geld.
Tiefer eintauchen: Was man absetzen kann — und was kaum jemand weiß
Die wichtigsten Absetzungsmöglichkeiten
Homeoffice-Pauschale: Seit 2023 vereinfacht — 6 Euro pro Homeoffice-Tag, max. 1.260 Euro/Jahr (210 Tage). Kein eigenes Arbeitszimmer nötig.
Pendlerpauschale: 0,30 Euro pro km für die ersten 20 km, 0,38 Euro ab km 21. Für einfache Strecke (nicht Hin- und Rückfahrt). Öffentliche Verkehrsmittel: das Ticket kann als Werbungskosten geltend gemacht werden, wenn höher als die Pauschale.
Arbeitsmittel: Laptop, Headset, Schreibtischstuhl, Fachbücher — alles, was du beruflich nutzt. Unter 952 Euro (netto) im gleichen Jahr absetzbar. Darüber: über mehrere Jahre abschreiben.
Handwerkerleistungen: 20% der Lohnkosten (nicht Material) für Handwerker in der eigenen Wohnung — bis 1.200 Euro Steuerersparnis/Jahr. Rechnung und Überweisung (kein Barzahlung) Pflicht.
Steuertipps, die kaum jemand kennt
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Verlustverrechnung aus Vorjahren: Hast du in Vorjahren Verluste bei Aktien, Fonds oder Krypto gemacht? Diese können mit aktuellen Gewinnen verrechnet werden — auch nachträglich per Verlustfeststellungsbescheid.
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Weiterbildungskosten: Sprachkurse, Online-Kurse, Fachkonferenzen — wenn beruflich relevant, absetzbar. Auch wenn du sie selbst bezahlt hast.
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Doppelte Haushaltsführung: Wer aus beruflichen Gründen eine zweite Wohnung hat, kann erhebliche Kosten geltend machen.
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Außergewöhnliche Belastungen: Krankheitskosten, die die Krankenkasse nicht übernommen hat (Zuzahlungen, Zahnarzt, Brille) — ab einem zumutbaren Eigenanteil absetzbar.
Freiwillig vs. verpflichtend — wer muss einreichen?
Angestellte mit einem Arbeitgeber sind nicht verpflichtet — aber fast immer im Vorteil, wenn sie es tun. Verpflichtet sind: Selbstständige, Freiberufler, alle mit Nebeneinkünften über 410 Euro, alle die mehrere Gehaltsabrechnungen gleichzeitig hatten, oder wenn das Finanzamt direkt auffordert.
Apps die helfen
Taxfix
Empfehlung für Einsteiger und Angestellte. Geführtes Interview, klare Sprache, kein Steuerwissen nötig. 8 Millionen+ abgegebene Erklärungen, 4,5 Milliarden+ Euro Erstattungen. Preis: 49,99 Euro (Einzel) / 69,99 Euro (gemeinsam). Auch als Taxfix+ Abo (39,99 Euro/Jahr) verfügbar. iOS, Android, Browser, Mac.
WISO Steuer 2026
Testsieger mit 90% Bewertung in Fachvergleichen. Besonders stark bei komplexen Situationen: Vermieter, mehrere Einkommensquellen, Investmentgewinne. Cloud-Sync zwischen Desktop, Tablet und Smartphone. Empfehlung wenn Taxfix an seine Grenzen stößt.
SteuerGo
90% Bewertung, günstigere Einstiegspreise (ab 34,95 Euro). IntelliScan für automatischen Belegscan praktisch. Gut für einfache Fälle, Rentner, oder als Budgetoption.
ELSTER (elster.de)
Das offizielle kostenlose Portal der deutschen Steuerbehörden. Technisch vollständig, aber keine Nutzerführung — du musst die Formulare selbst kennen. Empfehlung: nur wenn du Steuerkenntnisse hast oder es lernen willst. Für alle anderen: lieber eine der obigen Apps.
Tipp: Wer seine Steuerdaten sicher aufbewahren will, sollte einen Passwort-Manager nutzen. Unsere iPhone Profi-Tricks zeigen weitere Apps und Einstellungen, die deinen Alltag merklich vereinfachen.