Die besten Notiz iPhone Apps im Vergleich
Die beste Notiz-App ist die, die du wirklich nutzt. Ein Vergleich der besten iPhone Notiz-Apps – von Apple Notizen bis Obsidian.
Die richtige Notiz-App ist die, die du konsequent nutzt. Schwere, überladene Apps erzeugen Reibung – und Reibung bedeutet, dass Gedanken verloren gehen. Ich zeige dir, wie du die passende App für deinen Alltag findest.
Apple Notizen – der unterschätzte Standard
Viele wissen nicht, wie weit Apple Notizen in den letzten iOS-Versionen aufgeholt hat. Die App kann inzwischen deutlich mehr als einfache Texte speichern.
Mit Tags lassen sich Notizen direkt im Text mit markieren. Smart Folders sortieren Notizen dann automatisch nach Tag, Datum, ob sie Anhänge, Links oder Checklisten enthalten – ohne manuelle Ablage. Wer eine Notiz mit Kollegen teilt, kann daran gleichzeitig arbeiten, ähnlich wie bei Google Docs. Mit @Name lassen sich Personen in geteilten Notizen erwähnt.
Daneben gibt es Inline-Tabellen, Checklisten, das direkte Einscannen von Dokumenten über das Kamera-Symbol und die Möglichkeit, einzelne Notizen mit Face ID zu sperren. Über das Kontrollzentrum lässt sich jederzeit eine Quick Note anlegen – aus jeder App heraus, ohne Notizen erst öffnen zu müssen. Siri kann Notizen erstellen und wiederfinden.
Die App ist kostenlos, synchronisiert über iCloud und funktioniert nahtlos auf iPhone, iPad und Mac.
Für wen: Die meisten Nutzer – besonders alle, die bereits im Apple-Ökosystem arbeiten. Die Hürde für einen Wechsel zu einer anderen App sollte bewusst hoch liegen.


Bear – für Markdown-Schreiber
Bear kostet nichts zum Lesen auf einem Gerät. Für vollständige Synchronisation über alle Geräte und erweiterte Exportfunktionen fallen 1,49 €/Monat oder 14,99 €/Jahr an – ein fairer Preis für tägliche Nutzung.
Bear ist Markdown-nativ: , , – der Text wird direkt schön gerendert. Wer in Markdown denkt, kommt sofort in den Schreibfluss. Statt klassischer Ordner arbeitet Bear mit Tags, die flexibler als Ordnerstrukturen funktionieren. Die Typografie ist durchdacht, mehrere Themes – darunter helles, dunkles, Solarized, Nord – machen das Schreiben angenehm.
Der Export funktioniert in viele Formate: PDF, HTML, Markdown, DOCX, JPG. Ein Web-Client existiert nicht, Bear läuft ausschließlich auf Apple-Geräten.
Elegante Notizen-App mit Markdown-Unterstützung
Für wen: Schreiber, Blogger, Entwickler – alle, die in Markdown denken und eine App wollen, die schöne Ergebnisse liefert.


Notion – für strukturierte Wissensdatenbanken
Notion ist kostenlos für den persönlichen Einsatz, danach kostet es rund 10 $/Monat. Es ist mehr als eine Notiz-App: Datenbanken, Kanban-Boards, Wikis und verknüpfte Seiten machen es zu einem vollständigen Wissenssystem.
Gut geeignet für Projektdokumentationen, Rezeptdatenbanken, Leselisten, einfache CRMs oder Teamwissensbasen. Die iOS-App ist spürbar langsamer als Bear oder Apple Notizen – für schnelle Gedanken zwischendurch nicht ideal. Der Web-Client und die Desktop-App sind dagegen ausgezeichnet.
Für wen: Power-User, die ein echtes Second-Brain- oder PKM-System wollen, oder Teams, die Wissen teilen. Für einfache Notizen ist Notion Overkill.


Obsidian – lokal-first für Power-User
Obsidian ist für den persönlichen Einsatz vollständig kostenlos – kein Account, keine Cloud, keine Abhängigkeit. Notizen sind schlichte Markdown-Dateien auf dem Gerät. Wer die Daten lokal hält, hat keine Vendor-Lock-in-Problematik.
Das Plugin-Ökosystem ist enorm: über 200 Plugins für Kalender, Aufgaben, Graph-Ansicht, Vorlagen und mehr. Mit zwischen Notizen entsteht ein persönliches Wissensnetz, das im Graph View sichtbar wird. Standardmäßig synchronisieren Notizen nicht automatisch; Obsidian Sync kostet 4 $/Monat, alternativ funktioniert iCloud.
Die Lernkurve ist steil. Wer Obsidian sinnvoll nutzen will, investiert Zeit ins Setup.
Vernetztes Wissensmanagement mit Markdown
Für wen: Technikaffine Nutzer, Forscher, Schreiber, die volle Kontrolle, Markdown-nativ und keine Abhängigkeit von einem Dienst wollen. Nicht für gelegentliche Notizen.


Evernote – der Veteran
Evernote war jahrelang die meistgenutzte Notiz-App der Welt. Wer Notizen, Dokumente, Webseiten und PDFs an einem Ort sammeln wollte, kam an Evernote kaum vorbei. Inzwischen hat die App durch Eigentümerwechsel, Preiserhöhungen und Performance-Probleme viel Zuspruch verloren.
Was Evernote nach wie vor gut kann: Webseiten clippen (der Web Clipper ist immer noch ausgezeichnet), Dokumente und PDFs durchsuchbar machen, und Inhalte plattformübergreifend abrufen – iOS, Android, Windows, Mac, Web. Wer jahrelang Evernote genutzt und dort einen großen Archivbestand hat, findet kaum einen praktischen Grund zum Wechsel.
Das kostenlose Kontingent wurde 2023 stark eingeschränkt: nur noch ein Gerät, keine Offline-Notizen. Die Personal-Version kostet rund 10,83 €/Monat. Für neue Nutzer gibt es heute bessere Alternativen.
Erfasse Ideen, sobald die Inspiration zuschlägt. Führe deine Notizen, Aufgaben und Termine zusammen, um die Ablenkungen…
Für wen: Nutzer, die bereits einen großen Evernote-Bestand haben und nicht wechseln wollen. Für neue Nutzer empfehlenswert nur, wenn der Web Clipper und PDF-Suche zentral im Workflow sind.


GoodNotes – für handschriftliche Notizen
GoodNotes und Notability sind die führenden Apps für handgeschriebene Notizen mit dem Apple Pencil. Sie sind für ein anderes Szenario gebaut als die Textapps in diesem Vergleich: Unterricht, Skizzen, Annotationen, Formulare.
GoodNotes 6 ist kostenlos für bis zu drei Notizbücher, danach rund 9,99 €/Jahr. Die App erkennt Handschrift und macht sie durchsuchbar – wer mit dem Pencil auf dem iPad schreibt und die Notizen später per Stichwort finden will, ist hier gut aufgehoben. Wer kein iPad mit Apple Pencil hat, ist mit den Textapps oben besser bedient.
Handschriftliche Notizen und PDF-Annotation


Vergleich auf einen Blick
| Apple Notizen | Bear | Notion | Obsidian | Evernote | |
|---|---|---|---|---|---|
| Preis | Kostenlos | Free / 1,49 €/Monat | Free / ~10 $/Monat | Kostenlos | Free / 10,83 €/Monat |
| Markdown | ✗ | ✓ nativ | ○ begrenzt | ✓ nativ | ✗ |
| Plattformen | Apple | Apple | Alle | Alle | Alle |
| Offline | ✓ | ✓ | ○ begrenzt | ✓ | ✗ (kostenlos) |
| Kollaboration | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ | ✓ |
| Lernkurve | Niedrig | Niedrig | Mittel | Hoch | Niedrig |

Für wen welche App?
- Für die meisten: Apple Notizen – kostenlos, tief ins System integriert, inzwischen mächtig genug für fast alle Anwendungsfälle
- Für Vielschreiber: Bear – Markdown, schöne UI, das günstige Abo lohnt sich bei täglicher Nutzung schnell
- Für Wissensdatenbanken: Notion – wenn du mehr als Notizen willst und Datenbanken sowie verknüpfte Seiten brauchst
- Für volle Kontrolle: Obsidian – wenn du Markdown, Plugins und lokale Dateien liebst und keine Abhängigkeit von einem Anbieter willst
Häufige Fragen
Kann ich Notizen von Apple Notes zu Bear exportieren?
Ja, über Texte oder Markdown-Export – aber es ist manuelle Arbeit. Einfach eine Notiz in Apple Notizen öffnen, Teilen → In Dateien sichern tippen und als Text exportieren. Bear importiert plain Text und Markdown. Bei vielen Notizen ist das zeitaufwendig, aber machbar.
Ist Notion DSGVO-konform?
Notion ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit EU-Datenverarbeitungsvertrag. Server können optional in der EU liegen. Für die meisten privaten Anwendungsfälle ist das akzeptabel. Wer sensible persönliche oder geschäftliche Daten verwaltet, ist mit lokalen Apps wie Obsidian oder Apple Notizen mit iCloud auf der sichereren Seite.
Welche App empfiehlt sich für Schule oder Studium?
Für die meisten: Apple Notizen – unkompliziert, kostenlos, gut integriert. Für komplexere Projekte mit Datenbanken und Verlinkungen: Notion. Wer im Unterricht handschreibt und ein iPad mit Pencil hat: GoodNotes oder Notability.