Bitcoin kaufen mit dem iPhone – Die besten Optionen 2026

Strike, Pocket Bitcoin und Relai kaufen Bitcoin mit niedrigen Gebühren und echter Selbstverwahrung. Welche App sich 2026 für Europäer lohnt.

Aktualisiert 9. Mai 2026 · 21. April 2021 · 4 Min.
Bitcoin kaufen mit dem iPhone – Die besten Optionen 2026

Kurze Übersicht: Welche App für wen?

ZielEmpfehlung
Günstig kaufen, Lightning nutzenStrike
Automatischer Sparplan, direkt auf eigene WalletPocket Bitcoin
Selbstverwahrung, Schweizer AnbieterRelai
Anonym, Peer-to-Peer, ohne KYCRoboSats oder Peach Bitcoin (Web)

Wichtiger Hinweis zu Trade Republic: Trade Republic kauft Bitcoin-Derivate, kein physisches Bitcoin. Du kannst die Coins nicht auf eine eigene Wallet transferieren. Für langfristigen Vermögensaufbau mit echter Selbstverwahrung ist das keine geeignete Wahl.

Strike – günstig kaufen mit Lightning

Strike ist die App, die ich persönlich am häufigsten zum Kauf nutze. Entwickelt von Jack Mallers, nutzt Strike das Lightning Network: ein Zahlungsnetzwerk, das auf der Bitcoin-Blockchain aufbaut und Transaktionen in Sekunden abwickelt. Das klingt technisch, ist es aber nicht. Als Nutzer merkst du davon hauptsächlich eins: schnelle Transaktionen für wenig Geld.

Strike ist in Deutschland verfügbar. Die Gebühren sind gestaffelt: Je mehr du kaufst, desto günstiger wird es. Kein versteckter Spread, keine Überraschungen in der Abrechnung. Das ist der Unterschied zu vielen anderen Plattformen, die einen sogenannten Spread einbauen, also den Preis leicht verfälschen, ohne die Differenz als Gebühr auszuweisen.

Was ich an Strike schätze: Du kannst die gekauften Bitcoin direkt auf deine eigene Wallet transferieren. Wer versteht, warum das wichtig ist, liest meinen Artikel über Bitcoin sicher aufbewahren mit dem iPhone.

STRIKE: BUY & HOLD BITCOIN
STRIKE: BUY & HOLD BITCOIN

Bitcoin kaufen und verkaufen mit minimalen Gebühren

Sehr gutKostenlosDeutschKeine Werbung

Für wen: Alle, die regelmäßig Bitcoin kaufen wollen – mit niedrigen Gebühren und Lightning-Unterstützung.

Pocket Bitcoin – Sparplan direkt auf die eigene Wallet

Pocket Bitcoin ist ein Schweizer Anbieter mit einer klaren Idee: Du richtest einmal einen Sparplan ein, und Pocket kauft dir jeden Monat automatisch Bitcoin. Was das besonders macht: Die Coins landen direkt auf deiner eigenen Wallet. Kein Zwischenschritt, kein Custody-Risiko.

Custody bedeutet, dass jemand anderes deine Bitcoin im eigenen Namen verwahrt. Bei Börsen wie Bitpanda oder Coinbase hast du eigentlich nur einen Eintrag in deren Datenbank. Pocket umgeht das komplett: Die Bitcoin gehen sofort in deine eigene Verfügung. Wie du einen solchen Sparplan konkret einrichtest, erkläre ich im Bitcoin Sparplan Artikel.

Pocket ist auch ohne Sparplan nutzbar, aber das DCA-Modell (Dollar Cost Averaging, also regelmäßige Käufe zu festem Betrag) ist ihre Stärke. Mindestkauf: 10 Euro.

Pocket: Bitcoin ganz einfach
Pocket: Bitcoin ganz einfach

Bitcoin kaufen per Banküberweisung mit eigener Wallet

Sehr gutKostenlosDeutschDatenschutz

Für wen: Alle, die automatisch und ohne großen Aufwand monatlich Bitcoin kaufen und direkt selbst verwahren wollen.

Relai – selbstverwahrend, Swiss made

Relai ist ein Schweizer Bitcoin-only-Anbieter mit einer sehr einfachen App. Kein Trading, keine Altcoins, keine Ablenkung. Du kaufst Bitcoin, und die landen optional sofort auf einer Adresse deiner Wahl. Gebühren ab 0,9 Prozent.

Was Relai von den anderen unterscheidet: Sie sind explizit auf Selbstverwahrung ausgerichtet. Die App erklärt dir direkt beim Onboarding, warum du deine Bitcoin nicht bei einer Börse lassen solltest. Ich finde das ehrlich. Wer neu einsteigt und sofort verstehen will, wie Bitcoin wirklich funktioniert, ist bei Relai gut aufgehoben.

Relai: Bitcoin Kaufen
Relai: Bitcoin Kaufen

Bitcoin kaufen per Dauerauftrag – Schweizer App für den DACH-Raum

HervorragendKostenlosDatenschutzKeine Werbung

Für wen: Einsteiger, die von Anfang an auf Selbstverwahrung setzen wollen, und alle, die einen klaren, ehrlichen Anbieter bevorzugen.

Peer-to-Peer: Bitcoin kaufen ohne Identitätsprüfung

Es gibt Situationen, in denen man keinen KYC-Prozess (Identitätsprüfung mit Personalausweis) durchlaufen will oder kann. Für diese Fälle gibt es Peer-to-Peer-Plattformen, bei denen Menschen direkt miteinander handeln.

RoboSats ist eine dezentrale P2P-Börse, die vollständig über das Lightning Network abwickelt. Kein Konto, keine ID. Du handelst anonym direkt mit einer anderen Person. RoboSats funktioniert als Web-App und ist über Tor erreichbar.

Peach Bitcoin ist eine europäische P2P-App, die etwas einsteigerfreundlicher ist als RoboSats. Ebenfalls ohne zentrale Verwahrung der Coins.

Beide Optionen haben keinen klassischen App Store-Eintrag. RoboSats läuft im Browser, Peach Bitcoin ist über robosats.com und peachbitcoin.com erreichbar. Der Einstieg ist etwas technischer als bei Strike oder Pocket, dafür bekommt man maximale Privatsphäre.

Technische Begriffe kurz erklärt

Blockchain: Eine öffentliche Liste aller Bitcoin-Transaktionen aller Zeiten. Keine zentrale Stelle kontrolliert sie. Sie läuft auf tausenden Computern gleichzeitig.

Wallet: Eine App oder ein Gerät, das deinen privaten Schlüssel hält. Wer den Schlüssel hat, kontrolliert die Bitcoin. “Not your keys, not your coins.”

Lightning Network: Ein Netzwerk auf Basis der Bitcoin-Blockchain, das schnelle und günstige Zahlungen ermöglicht. Strike nutzt es intensiv.

KYC (Know Your Customer): Der Identitätsprüfungsprozess, den regulierte Plattformen gesetzlich verlangen. Personalausweis fotografieren, Selfie, fertig.

DCA (Dollar Cost Averaging): Regelmäßige Käufe zu festem Betrag, unabhängig vom Kurs. Bewährte Strategie für Privatanleger.

Sicherheit und Steuern

2FA aktivieren: Bei jeder Plattform sofort nach der Registrierung die Zwei-Faktor-Authentifizierung einschalten. Authenticator-App verwenden, nicht SMS. Wer ein sicheres Passwort für Krypto-Accounts anlegen will, findet dort praktische Hinweise.

Steuerliche Lage in Deutschland: Wer Bitcoin länger als ein Jahr hält, zahlt beim Verkauf keine Steuer auf den Gewinn. Keine Obergrenze. Das ist einer der steuerlich attraktivsten Aspekte von Bitcoin für Privatanleger. Unter einem Jahr wird der Gewinn mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz versteuert. Ab 1. Januar 2026 melden alle Plattformen Transaktionen automatisch ans Bundeszentralamt für Steuern.

Erster Kauf: Starte mit einem Betrag, dessen vollständigen Verlust du verkraften kannst. Bitcoin kann in kurzer Zeit 30 bis 50 Prozent fallen. Das ist keine Warnung gegen den Kauf. Es ist ein realistisches Bild der Volatilität.

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