Ratgeber Veröffentlicht am 29. August 2026 9 Min. Lesezeit

Welche iPhones und iPads bekommen iOS 27?

Apple zeigt iOS 27 am 9. September. Ob dein iPhone oder iPad dabei ist, steht schon jetzt fest. Beide Gerätelisten im Überblick.

Apple hat iOS 27, iPadOS 27 und watchOS 27 angekündigt. Seit dem 26. August steht auch der Termin fest: Apple lädt für den 9. September 2026 zur Keynote unter dem Motto „Surprise and Shine“. iOS 27 selbst erscheint erfahrungsgemäß wenige Tage danach, zusammen mit den neuen iPhones.

Die Frage, die sich vorher trotzdem jeder stellt, ist eine andere: Ist mein Gerät dabei? Die Antwort fällt dieses Jahr für iPhone-Besitzer ungewöhnlich freundlich aus, für ein paar iPad-Modelle dagegen nicht.

Diese iPhones bekommen iOS 27

Apple führt die kompatiblen Modelle am Ende der iOS-Vorschauseite auf. Es sind diese:

  • iPhone 17 Pro Max, iPhone 17 Pro, iPhone Air, iPhone 17, iPhone 17e
  • iPhone 16 Pro Max, iPhone 16 Pro, iPhone 16 Plus, iPhone 16, iPhone 16e
  • iPhone 15 Pro Max, iPhone 15 Pro, iPhone 15 Plus, iPhone 15
  • iPhone 14 Pro Max, iPhone 14 Pro, iPhone 14 Plus, iPhone 14
  • iPhone 13 Pro Max, iPhone 13 Pro, iPhone 13, iPhone 13 mini
  • iPhone 12 Pro Max, iPhone 12 Pro, iPhone 12, iPhone 12 mini
  • iPhone 11 Pro Max, iPhone 11 Pro, iPhone 11
  • iPhone SE (2. Generation und neuer)

Das Bemerkenswerte daran steht nicht in der Liste, sondern im Vergleich: Diese Aufzählung ist deckungsgleich mit der von iOS 26. Kein einziges iPhone fällt heraus. Wer heute iOS 26 nutzt, bekommt auch iOS 27.

Das iPhone 11 kam laut Apple 2019 auf den Markt, das iPhone SE der 2. Generation 2020. Beide bekommen im Herbst weiterhin die aktuelle Systemversion. Diese Unterstützungsdauer ist der eigentliche Grund, warum sich ein gebrauchtes iPhone oft länger rechnet, als der Kaufpreis vermuten lässt.

Diese iPads bekommen iPadOS 27

Beim iPad sortiert Apple nach Baureihen. Die Vorschauseite nennt:

iPad Pro

  • 13” iPad Pro (M4 und M5)
  • 11” iPad Pro (M4 und M5)
  • 12,9” iPad Pro (4. Generation und neuer)
  • 11” iPad Pro (2. Generation und neuer)

iPad Air

  • 13” iPad Air (M2, M3 und M4)
  • 11” iPad Air (M2, M3 und M4)
  • iPad Air (4. und 5. Generation)

iPad

  • iPad (A16)
  • iPad (9. Generation und neuer)

iPad mini

  • iPad mini (A17 Pro)
  • iPad mini (6. Generation)

Diese iPads fallen heraus

Vergleicht man diese Liste mit Apples Übersicht der iPadOS-26-Geräte, verlieren genau fünf Modelle den Anschluss:

  • iPad (8. Generation)
  • iPad Air (3. Generation)
  • iPad mini (5. Generation)
  • 11” iPad Pro (1. Generation)
  • 12,9” iPad Pro (3. Generation)

Alle fünf sind Modelle, die Apple inzwischen mehrere Generationen hinter sich gelassen hat. Wenn dein iPad in dieser Aufzählung steht, bleibt es auf iPadOS 26 stehen. Was das praktisch bedeutet, steht weiter unten.

Unsicher, welche Generation du überhaupt hast? Die Modellnummer findest du unter Einstellungen → Allgemein → Info im Feld Modellnummer. Apple ordnet sie auf seinen Supportseiten der jeweiligen Generation zu. Alternativ steht sie klein auf der Rückseite des Geräts.

Apple Intelligence ist eine zweite, viel kürzere Liste

Hier liegt der häufigste Irrtum. iOS 27 zu bekommen und Apple Intelligence zu bekommen sind zwei verschiedene Dinge. Apple pflegt dafür eine eigene, deutlich kürzere Geräteliste.

Beim iPhone beginnt Apple Intelligence erst beim iPhone 15 Pro. Auf der Liste stehen iPhone 17 Pro Max, 17 Pro, iPhone Air, 17 und 17e, dazu iPhone 16 Pro Max, 16 Pro, 16 Plus, 16 und 16e sowie iPhone 15 Pro Max und 15 Pro.

Nicht dabei sind unter anderem das iPhone 15 und das iPhone 15 Plus, obwohl sie aus derselben Generation stammen wie das 15 Pro. Ebenso wenig die Modelle von iPhone 11 bis iPhone 14 und beide SE-Generationen. Sie alle bekommen iOS 27, aber keine KI-Funktionen.

Beim iPad ist die Grenze der Chip: iPad Pro (M1 und neuer), iPad Air (M1 und neuer) und iPad mini (A17 Pro).

Konkret heißt das: Ein iPhone 12 bekommt im Herbst die überarbeitete Darstellung von Liquid Glass, den neuen Regler für dessen Aussehen, das höhere Tempo, den nahtloseren Wechsel zwischen WLAN und Mobilfunk und die neuen Sicherheitsfunktionen für Kinder. Es bekommt aber keine Räumliche Neuausrichtung in Fotos, kein Image Playground und keine Schreibwerkzeuge. Was Apple Intelligence heute schon kann und wie du es einschaltest, haben wir in unserem Überblick zu Apple Intelligence auf dem iPhone ausführlich beschrieben.

Siri AI kommt später, in der EU zunächst gar nicht

Zwei Sätze stellt Apple auf allen drei Vorschauseiten prominent nach oben, und die sind für deutsche Nutzer die wichtigsten: „Siri AI kommt später in diesem Jahr auf Englisch. In der EU zunächst nicht auf iOS, iPadOS und watchOS verfügbar.“

Das neue Siri erscheint also erst nach iOS 27 selbst, zunächst nur auf Englisch, und in der EU auf iPhone, iPad und Apple Watch vorerst überhaupt nicht. Wer wegen des überarbeiteten Assistenten auf ein neueres iPhone schielt, sollte das einkalkulieren. Ein Kauf allein deswegen lohnt sich zum Start hierzulande nicht.

Auch andere Funktionen kennzeichnet Apple mit dem Zusatz, dass sie zunächst auf Englisch kommen. Dazu gehören die Vorschläge in Nachrichten und Mail sowie der Anrufkontext, der während eines Telefonats passende Infos aus deinen Apps einblendet.

Kein Update? Dein Gerät ist deshalb nicht am Ende

Der wichtigste Teil dieses Artikels, und der am häufigsten missverstandene. Kein iOS 27 zu bekommen heißt nicht, dass ein Gerät unsicher wird oder aufhört zu funktionieren. Es heißt: keine neuen Funktionen mehr.

Sicherheitsupdates liefert Apple für ältere Versionsstände weiter, und zwar erstaunlich lange. Ein Blick in Apples eigene Liste der Sicherheitsveröffentlichungen zeigt das schwarz auf weiß. Am 11. Mai 2026 erschienen an einem einzigen Tag:

  • iOS 18.7.9 für iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR
  • iOS 16.7.16 für iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X
  • iOS 15.8.8 für iPhone 6s, iPhone 7 und iPhone SE der 1. Generation

Das iPhone 8 kam laut Apple 2017 auf den Markt und bekam im Mai 2026 immer noch eine Sicherheitskorrektur. Für iPads gilt dasselbe: Am selben Tag versorgte Apple auch das iPad der 5. Generation, das iPad Pro 9,7” und das erste 12,9” iPad Pro.

Eine feste Zusage über eine Anzahl Jahre macht Apple dazu nicht. Die Praxis der letzten Jahre ist aber eindeutig genug, um daraus eine ruhige Entscheidung abzuleiten: Ein iPad, das dieses Jahr aus der Liste fällt, ist als Kochbuch-Display, Zweitgerät fürs Sofa oder Kindergerät noch jahrelang brauchbar.

Drei Dinge, die sich lohnen, wenn dein Gerät stehen bleibt:

  • Die letzte verfügbare Version installieren. Apple versorgt jeweils den höchsten Stand, den ein Gerät erreichen kann. Wer ein angebotenes Update liegen lässt, verzichtet ohne Not auf die Sicherheitskorrekturen.
  • Neue Aufgabe geben statt Schublade. Ein altes iPhone taugt zum Beispiel als Überwachungskamera für Wohnung oder Haustier und braucht dafür kein aktuelles iOS.
  • Oder sauber weitergeben. Wenn es doch ein neues Gerät wird, ist der wichtigste Schritt das saubere Löschen. Wie das ohne Datenrest geht, steht in unserer Anleitung zum iPhone sicher verkaufen.

Und wenn das ältere Gerät im Alltag zäh geworden ist, liegt das meist nicht am fehlenden Update: Die häufigsten Ursachen und was dagegen hilft, stehen in unserer Anleitung für ein langsames iPhone.

Wann kommt iOS 27 genau?

Die Keynote läuft am 9. September 2026, das hat Apple am 26. August bestätigt. Was genau angekündigt ist, steht in unserer Vorschau auf iOS 27. Das System selbst kommt erfahrungsgemäß wenige Tage nach dem Event, in den letzten beiden Jahren waren es sechs beziehungsweise sieben Tage.

Bis dahin ist iOS 26.6.1 der aktuelle Stand. Ob du das Update sofort installierst, kannst du in Ruhe entscheiden. Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet die erste Korrekturversion ab und macht vorher ein Backup über iCloud oder Mac.

Häufige Fragen

Fällt mein iPhone mit iOS 27 heraus?

Nein, sofern es iOS 26 hat. Die Geräteliste von iOS 27 ist identisch mit der von iOS 26. Sie reicht zurück bis zum iPhone 11 und zum iPhone SE der 2. Generation.

Warum bekommt mein iPad kein iPadOS 27, obwohl es noch gut läuft?

Neue Systemfunktionen setzen Chipleistung, Arbeitsspeicher und Grafikfunktionen voraus, die ältere Modelle nicht mitbringen. Betroffen sind das iPad der 8. Generation, das iPad Air der 3. Generation, das iPad mini der 5. Generation, das 11” iPad Pro der 1. Generation und das 12,9” iPad Pro der 3. Generation.

Bekommt mein Gerät noch Sicherheitsupdates, wenn es kein iOS 27 bekommt?

Ja. Apple versorgt ältere Versionsstände weiter, im Mai 2026 sogar noch Modelle, die 2017 auf den Markt kamen. Eine feste Garantiedauer nennt Apple aber nicht.

Läuft Apple Intelligence auf jedem Gerät mit iOS 27?

Nein. Apple Intelligence beginnt beim iPhone 15 Pro. Beim iPad braucht es mindestens einen M1-Chip oder ein iPad mini mit A17 Pro. Alle älteren Modelle bekommen iOS 27 ohne die KI-Funktionen.

Kommt das neue Siri auch in Deutschland?

Zum Start nicht. Apple schreibt, dass Siri AI später im Jahr auf Englisch erscheint und in der EU zunächst nicht auf iOS, iPadOS und watchOS verfügbar ist.

Was du jetzt tun kannst

Schau unter Einstellungen → Allgemein → Info nach, welches Modell du wirklich hast, und gleiche es mit den Listen oben ab. Steht dein Gerät drauf, brauchst du bis zum Herbst nichts weiter zu tun als ein aktuelles Backup. Steht es nicht drauf, ist die nächste Frage nicht, wann du neu kaufst, sondern welche Rolle das Gerät künftig übernimmt.

Und falls du wissen willst, was du mit dem aktuellen System schon alles herausholen kannst: Unsere Übersicht der wichtigsten Neuerungen in iOS 26 zeigt die Funktionen, die im Alltag tatsächlich hängen bleiben.

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